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Was ist OUTRIDERS – und wie spielt es sich?

Wir werfen einen Blick auf Skills, Spielmechanik und Story des neuen RPG-Shooters von People Can Fly

Seit der Ankündigung von OUTRIDERS auf der E3 2019waren viele von euch begierig darauf, mehr über das 2020 erscheinende Spiel zu erfahren.

Vor Kurzem hat das Square Enix Blog-Team die Chance bekommen, selbst ausgiebig Hand an den innovativen neuen RPG-Shooter zu legen. Wir haben den Prolog durchgespielt sowie ein paar der ersten Quests, damit wir euch ausführlich erzählen können, worum es bei OUTRIDERS geht, wie es sich spielt und was sonst noch alles interessant an dem Titel ist.

Aber bevor wir uns mit alldem befassen, sollten wir das Spiel erst denen vorstellen, die damit noch nicht vertraut sind.

Was ist OUTRIDERS?

OUTRIDERS ist ein Third-Person-RPG-Shooter in einer Welt, in der SciFi auf Barbarei trifft.

Das Spiel wird von People Can Fly entwickelt – dem talentierten Studio, das an so namhaften Titeln wie Bulletstorm, Gears of War oder Fortnite gearbeitet hat.

Solo oder an der Seite von bis zu zwei Kameraden werdet ihr hier mit einem weitläufigen und brutalen Abenteuer konfrontiert, das sich durch eine Fülle einfallsreicher Waffen und befriedigender Beute sowie eine flexible Charakterentwicklung auszeichnet.

Zudem gibt’s eine fesselnde Story in einer einzigartigen Welt… Und die ist ein guter Startpunkt für eine ausgiebige Betrachtung der OUTRIDERS-Odyssee.

Was ist die Geschichte von OUTRIDERS?

Zu Beginn des Spiels ist die Menschheit in ziemlich schlechter Verfassung.

Die Erde ist kaputt und die Überlebenden haben sich in gewaltigen Schlafschiffen ins All aufgemacht, um eine neue Heimat zu finden… und einen neuen Anfang. Der Planet Enoch erscheint vielversprechend, aber bevor die Zivilisten von Bord gehen können, müssen sie sicherstellen, dass auf dem Planet keine Gefahr droht.

Mit anderen Worten: Hier werden die OUTRIDERS gebraucht. Diese ehrfurchteinflößenden Einsatzkräfte sind die Vorhut der Menschheit, dank ihres ausgezeichneten Trainings und ihrer Kampffertigkeiten identifizieren sie Bedrohungen und machen den Weg frei für größere Landeoperationen.

Zum Glück sieht alles gut aus auf Enoch. Richtig gut. Der Planet ist wunderschön, die lokale Tierwelt auf beruhigende Weise passiv – hier scheint das Paradies zu sein. Allerdings gibt es ein paar seltsame Messergebnisse, welche die OUTRIDERS erst noch untersuchen wollen, bevor sie Entwarnung geben. Doch bevor dies geschieht, wird schon der Landebefehl gegeben.

Und dann bricht die Hölle los. „Die Anomalie“ – ein geheimnisvoller, undefinierbarer Energiesturm – senkt sich auf die Siedler herab. Manche tötet er, manche verändert er und fast alle Technologie macht er unbrauchbar.

In diesem Chaos wird ein Outrider (genauer: euer voll individualisierbarer Outrider) von der Anomalie verletzt. Um ihn am Leben zu halten, versetzt man ihn in einen Kälteschlaf.

Mehr als 30 Jahre später erwacht der Outrider in einer stark veränderten Welt. Die einst wunderschönen Weiten von Enoch sind von blutgefüllten Gräben durchzogen. Der Himmel brennt und hängende Körper säumen die verwüstete Landschaft – um nach Verlust von Technologie und Ressourcen zu überleben, ist die Menschheit in Barbarei verfallen.

Aber nicht nur Enoch hat sich verändert, sondern auch der überlebende Outrider. Ausgestattet mit einer Schusswaffe und mysteriösen neuen Kräften macht er sich auf in eine düstere, wilde Welt, um herauszufinden, was mit ihm – und der Menschheit – geschehen ist.

Struktur und Klassen in OUTRIDERS

Nach dem Prolog führt euch die Kampagne von OUTRIDERS durch verschiedene Gebiete – jede hat einen zentralen Hub, der nur so überquillt von Quests, Nebenquests, Geheimnissen und vielem mehr. Aber bevor ihr euch tiefer in diese kaputte Welt hineinarbeitet, müsst ihr erst eine Klasse wählen.

Das ist im Endeffekt der Startpunkt für euren frisch wiedergeborenen Charakter, und definiert die grundlegenden Fähigkeiten, mit denen ihr spielt.

Bislang wurden drei Klassen enthüllt – der Pyromant, der Illusionist und der Verwüster:

  • Der Pyromant – Die perfekte Wahl für jeden, der sich für eine heiße Type hält. Diese Klasse verwendet Feuer und Flammen, um Gegnerhorden zu verheeren und das Schlachtfeld zu kontrollieren.
  • Der Illusionst – Eine schnelle, hochbewegliche Klasse, die Geschwindigkeit und Zeitmanipulation nutzt, um Gegner niederzumachen. Mit so einem Charakter kommt ihr schnell in den Rücken des Feindes und führt mächtige, präzise Angriffe aus.
  • • Der Verwüster – • Eine mächtige Klasse, die roher Gewalt einen eleganten Touch gibt. Von der Manipulation der Schwerkraft bis zu undurchdringlicher Rüstung dreht sich hier alles darum, dem Ziel nahe zu kommen und maximalen Schaden auszuteilen.

Jede Klasse hat Stärken und Schwächen, und – was entscheidend ist – eine andere Art zu heilen, und all das wirkt sich enorm auf eure Spielweise aus. Der Pyromant heilt beispielsweise, wenn er etwas in Flammen setzt, während Verwüster und Illusionist von Nahkampf-Kills profitieren.

Das sorgt für große spielerische Vielfalt – und die wird mit dem erfolgreichen Kampf gegen eure Gegner und der Entwicklung eures Charakters nur noch größer.

Wo wir gerade davon sprechen…

Wie läuft der Kampf in OUTRIDERS?

Die Kämpfe in OUTRIDERS sind rasant und intensiv. Jeder, der Erfahrung mit Third-Person-Shootern hat, sollte sich bei der grundlegenden Steuerung sofort heimisch fühlen: Ihr habt die volle Bewegungsfreiheit auf dem Schlachtfeld, könnt hinter Wänden und Objekten Deckung nehmen, kurz auftauchen, um eure Waffe abzufeuern und so weiter.

Wenngleich einem die Steuerung bekannt vorkommt, fühlt sich die Spielmechanik von OUTRIDERS komplett eigenständig an.

Selbst in den von uns ausprobierten frühen Stadien des Spiels sind die Gegner ganz schön wehrhaft – sie rücken euch auf die Pelle, versuchen zu flankieren, scheuchen euch mit Granaten aus der Deckung. Es genügt nicht, einer Situation mit roher Gewalt zu begegnen – man muss ständig reagieren und sich an den Fluss des Kampfes anpassen.

Und dann gibt es Skills, die alles auf den Kopf stellen. Jeder Charakter hat Zugriff auf mehrere Fähigkeiten, die allesamt optisch spektakulär und ungemein nützlich sind. Diese Skills sind keinen Deut weniger wichtig als die Waffen, und sie bilden die zentrale Säule eurer Kampfstrategie.

Die Illusionisten-Klasse besitzt beispielsweise die Fähigkeit, sich hinter einen Gegner zu warpen – dieser einzelne simple Skill lässt sich auf vielerlei Weise nutzen. Er ist perfekt, um für einen brutalen (und wunderbar befriedigend) Nahkampfangriff in Reichweite zu kommen. Wenn ihr umzingelt seid, könnt ihr mit diesem Skill aber auch fliehen und sicher hinter die Gegner kommen. Und so weiter und so fort.

In Kombination mit anderen Skills – und anderen Spielern – wird das Ganze noch flexibler. Der Illusionist kann zum Beispiel eine Blase erschaffen, die alle Gegner (und deren Geschosse) in ihr verlangsamt – dadurch werden sie dem Pyromant und seiner sengenden Flammenwand wahrlich auf dem Silbertablett serviert.

Das beschreibt alles ganz gut den grundsätzlichen Spielfluss, aber viel schwerer zu beschreiben ist, wie gut sich das alles auch wirklich anfühlt. Es sind all die kleinen Details – die Steuerung ist präzise und zackig, die Waffen sehen mächtig aus und klingen auch so. Jeder einzelne Schuss fühlt sich wirkungsvoll an – wenn ihr einen Gegner trefft, dann merkt ihr das auch.

In anderen Worten: Alles fühlt sich so präzise aufeinander abgestimmt an, dass eine fesselnde Gameplay-Schleife entsteht – und weniger würde man von dem Team von People Can Fly ja auch nicht erwarten.

Rollenspiel-Legitimation

Was man aber eigentlich nicht erwartet: OUTRIDERS ist nicht weniger Rollenspiel als Shooter.

Ihr levelt auf, individualisiert euer Skill-Set, findet Beute, um Waffen und Rüstung aufzuwerten. Ihr redet mit NPCs, um mehr über die Welt zu erfahren und Quests zu erhalten – alles, was man vom RPG-Genre erwartet, bekommt man hier, und zwar in guter Qualität.

Das Beutesystem scheint besonders befriedigend zu sein. Wenn ihr Gegner tötet und Kisten öffnet, bekommt ihr neue Waffen und Ausrüstung, die euren Charakter stärker und widerstandsfähiger machen. Dadurch werden Kämpfe nicht nur durchgehend lohnenswert, die Ausrüstung macht in unseren Augen auch richtig Sinn. Bekommt man eine neue Waffe, dann bemerkt man deutlich den Unterschied.

So wie in den besten Rollenspielen gibt es auch hier einen starken erzählerischen Fokus auf eure Handlungen. Ob ihr nun in der Hauptquest vorankommt oder eine von vielen Nebenaufgaben durchführt – das Spiel versorgt euch ständig mit interessanten Geschichten und reichhaltigen Charakteren.

Ein Beispiel: Früh im Spiel entdeckten wir die Türe zu einem Laden. Als wir reingingen, trafen wir den etwas aufdringlichen, aber seltsam liebenswerten Händler Mr. Cheng. Leider wurden alle Transaktionen abrupt beendet, als der unglückselige Ladenbesitzer im Auftrag eines Rivalen niedergeschossen wurde, der die Versorgung des Gebiets unter seine Kontrolle bringen wollte.

Und los ging’s mit einer kurzen, witzigen Nebenquest, bei der wir dem Übeltäter eine Lektion erteilten, die er nicht vergessen dürfte (weil wir ihn umgebracht haben), einen wunderbar stachligen neuen Verbündeten retteten und sogar die Eröffnung eines neuen Ladens im zentralen Hub des Gebiets erlebten.

Charakter-Entwicklung

Ein weiteres Kennzeichen von Rollenspielen ist die Weiterentwicklung der Spielfigur, und das ist in OUTRIDERS eine richtig wichtige Sache.

Das Spiel bietet ein ausgesprochen flexibles System, das euch in unglaublich vielfältiger Weise einen Charakter aufbauen lässt.

Jede Klasse verfügt über mehrere Skills, von denen man allerdings nur eine Handvoll gleichzeitig ausrüsten kann. Daneben gibt es Charakter-Mods – und die verändern das Spiel total.

Beim Aufleveln verdient ihr Klassenpunkte, die ihr zur Modifizierung eures Charakters verwendet. Das können Werte-Boosts sein, die bestimmte Skills verbessern, oder Buffs, die euch effektiver mit Feuerwaffen umgehen lassen. Dank dieser Modifizierungen habt ihr gleich von Beginn an eine überraschend große Kontrolle über die Entwicklung eures OUTRIDERS.

Geht ihr lieber in Deckung, als auf dem Schlachtfeld vorzustoßen? Wollt ihr schnell zuhauen und verschwinden oder mit der Waffe im Anschlag dem Feind entgegenstürmen? Mit dem Heldenbaum könnt ihr eure Werte modifizieren, um genau den Spielstil zu unterstützen, den ihr bevorzugt.

Das Ergebnis ist, dass sich keine zwei Charaktere gleichartig anfühlen – selbst wenn sie aus derselben Klasse stammen. Zwei Pyromanten können sich beispielsweise sehr unterschiedlich spielen, sie können unterschiedliche Stärken und Schwächen haben, durch die sie verschiedene Rollen auf dem Schlachtfeld ünernehmen.

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